Im Team sowie in der Pflege und Betreuung orientieren wir uns in unserer Arbeit an folgendem Menschenbild und Pflegeverständnis.
Jeder Mensch ist eine Persönlichkeit mit eigenen Bedürfnissen und Charakterzügen, mit Rechten und Pflichten. Der Mensch untersteht einer ständigen Wechselwirkung. Als Ganzheit betrachtet, ist er einzigartig, ist Einzel- und Beziehungswesen zugleich, will sich sein und zugleich im Einklang mit seiner Um- und Mitwelt leben, ist aktiv und dynamisch, bedarf anderseits nach Ruhe und Erholung.
Wir würdigen den Menschen und seine Biographie, indem wir ihm in Würde und Achtung entgegentreten, seine Werte und seine Autonomie respektieren.
Für die Würde des Menschen erachten wir die Sinnfrage als eine existentielle Frage. Sinnverlust führt zu innerer Leere und kann schliesslich zu Krankheit führen. Deshalb unterstützen wir den Menschen angepasst oder bieten Hilfe und sinnvolle Beschäftigung an.
Wir üben in unserer täglichen Arbeit Toleranz, achten die Intimsphäre der Menschen und schützen sie nach Innen und nach Aussen.
Wir bieten Unterstützung bei den Aktivitäten des täglichen Lebens an, ohne dabei den Menschen verändern zu wollen.
Unsere Pflege ist unterstützend, individuell, die Fähigkeiten der Bewohner fördernd, erhaltend und durch ihre Transparenz für alle Bewohner und Angehörige versteh- und nachvollziehbar.
Monatliche Pflegeteamsitzungen, eine konzertierte und zentralisierte Erfassung der Pflegesituation sowie regelmässige Übergaberapporte dienen uns zur zielgerichteten Planung unserer Pflegehandlungen.
Die Fähigkeiten der Bewohner werden nach RAI NH ermittelt und in Pflegeaufwandsgruppen eingeteilt. Diese werden regelmässig überprüft, wodurch wir u.a. die Fähigkeiten unserer Bewohner erkennen und unsere Pflege individuell anpassen können.
Jeder Bewohner erhält eine auf seine Fähigkeiten abgestimmte Pflegeplanung, mit Pflegezielsetzung und einer regelmässigen Fortschritts- und Erfolgskontrolle. Hierfür setzen wir modernste Pflegedokumentationsmittel ein.
Lebensbiographien liefern uns zusätzliche Informationen zu einem adäquaten Umgang mit den Bewohnern.
Allgemein anerkannte Pflegestandards und individuelle Ergänzungen zu diesen garantieren, dass jede Pflegende nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen ihre Pflegehandlungen überprüfen und anpassen kann.
Das Wohlbefinden des Menschen wird erlangt, wenn er im inneren Gleichgewicht lebt. Gesundheit und Krankheit wird vom Menschen subjektiv und individuell empfunden. Es bedarf nach gegenseitiger Wertschätzung, Akzeptanz, Autonomie, Mitentscheidungen und Eigenverantwortung, sowie Hilfestellung bezüglich seines Abhängigkeits- und Unabhängigkeitsgrades.
Im Laufe des Lebens und in höherem Alter erleidet ein Mensch mehrere Verluste auf körperlicher, geistig-seelischer, sozialer und kultureller Ebene. Er wird konfrontiert mit Lebenskrisen, Krankheit, Heimeintritt und dem eigenen Sterben.
Durch diese Veränderung ist der Mensch oft überfordert. Er braucht seine ganz persönliche Zeit zur Verarbeitung, um sich neu zu orientieren und sich einen neuen Selbst- Weltbezug zu schaffen.
Der Sterbende in unserem Heim soll so sterben können, wie er es will. Seine vertraute Religion wird respektiert, er erhält darin Unterstützung. Grösstmögliche Schmerzfreiheit und weitgehendes Wohlbefinden, Einbezug der Angehörigen in Pflege und Betreuung, eine ruhige angenehme Atmosphäre, Vermeidung von unnötigen Untersuchungen und Belastungen, sowie optimales Zusammenwirken von Bewohnern, Angehörigen, Arzt, Seelsorger und Pflegepersonal gehören für uns zur professionellen Sterbebegleitung.
Während seines gesamten Aufenthaltes, bis hin zu seinem Lebensende, steht die Würde des Menschen im Zentrum unseres Handelns.